Auf dem Indio-Wochenmarkt, / Tag 9

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Der heutige Tag beginnt mit der Besichtigung von Popayán – die weiße Stadt. Sie ist die Hauptstadt des kolumbianischen Departements Cauca. Es befindet sich im südwestlichen Kolumbien zwischen zwei Bergketten. Diese Stadt ist für ihre koloniale Architektur und ihre Beiträge zum kolumbianischen kulturellen und politischen Leben bekannt. Popayán war die Heimat von 17 kolumbianischen Präsidenten sowie von berühmten Dichtern, Malern und Komponisten.

Ein Großteil der ursprünglichen Pracht wurde am 31. März 1983 zerstört, als ein Erdbeben viele Gebäude einstürzen ließ. Im Jahr 2009 erklärte die UNESCO die Semana Santa Prozessionen während der Karwoche zum Meisterwerk des Erbes der Menschheit. Leider kann Guido nicht so lange hierbleiben um sich dieses Spektakel anzuschauen. Nach einer kurzen aber sehr schönen Stadtbesichtigung geht es vormittags weiter nach Silvia.

Mit dem Rad ist man in Kolumbien jedermanns Freund, denn es ist nach Fußball der beliebteste Sport. Selbst die Polizei, die sich zum Dienstantritt gemeldet hat, hat sich gern mit Guido fotografieren lassen. Was alle Orte gemeinsam haben sind wunderschöne Kirchen, natürlich mit Bilder vom Papst Franziskus. Hier kann Guido wunderbar Sympathie-Punkte sammeln, wenn er von seiner Audienz beim Papst erzählt und die Bilder zeigt.

Die Fahrt über die teilweise serpentinmäßige Straße geht weiter. An der sehr stark befahrenen Panamerica wohnen zahlreiche Menschen in kleinen Häusern am Straßenrand, darunter auch verschiedene indigene Völker.

Alle paar Kilometer gibt es Verkaufsstände, mit Eis, Papaya, Wassermelone oder gegrilltem Fleisch. Außerdem kleine Hotels für die zahlreichen LKW-Fahrer. Der Weg führt Guido weiter durch das Nariño Departement mit teilweise sehr karger Landschaft. Es gibt wenig Schatten bei Temperaturen um die 30°C.

Der Weg führt ihn nach Silvia im Departamento Cauca. Eine Radtour durch die so genannte kolumbianische Schweiz, da es besonders grün und gebirgig ist. In der Stadt gibt es einen Indio-Wochenmarkt, auf dem sich die einheimischen Guambianos der Region treffen, um Lebensmittel zu kaufen, zu verkaufen und zu tauschen. Die Guambianos leben nicht in Silvia, sie treffen sich dort jeden Dienstag zum Markttag. Sie kommen aus höhergelegenen Dörfern wie Pueblito, La Campana, Gumbia und Caciques.

Guido und sein Team hatten zuerst Sorge, dass sie nicht filme und fotografieren dürfen, da einige Indio-Völker glauben, dass ihnen dies die Seele nehmen würde. Die Leute waren nach dem ersten Kontakt knüpfen aber sehr offen und das Team konnte sich frei bewegen und tolle Aufnahmen machen.

Danach ging es durch Riesen Zuckerrohrfeldern nach Cali. Eine der größten und wichtigsten Städte Kolumbiens zur Nachtruhe.

Cali wird Guido morgen erkunden und dann geht es weiter zu einer Kakao- und Kaffee-Finka.

Kakao, Kaffee, Müsli und Eis – das ist genau Guidos Ding.

 

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