Der lange Weg der Schokolade

Eine Tour an den Ursprungsort des Kakaos. Eine Unternehmung, bei der alles zusammen kommt: Abenteuer, Leidenschaft und Fairness. Am Ende entsteht dann „die“ Schokolade; ökologisch und ehrlich gehandelt, unverfälscht im Geschmack. Anders gesagt kompromisslos echt, wirklich gut für Mensch und Natur. Ohne Zwischenhändler, direkt vom Kleinbauern. Pur und rein aus nachhaltigem Anbau. Nur die besten Bohnen dürfen nach Erfurt.

Ende März 2018 startet das Projekt in Ecuador. Dort holt Guido Kunze die ersten 25 Kilogramm direkt aus einer kleinen Plantage im Dschungel ab. Dann geht es weiter auf dem Rad nach Kolumbien, wo er noch einmal so viele Bohnen einsackt. Vom höchsten Punkt der Tour auf 4.007 Meter Höhe geht es dann hinab an die Küste, wo ein Segelboot auf den Mühlhäuser und die kostbare Fracht in seinen Satteltaschen wartet.

Fünf, sechs Tage und 3.000 Kilometer später, getragen nur vom Wind, soll das Boot in die Teja-Mündung in Lissabon einlaufen. Weiter führt die Route Richtung Spanien. In Sevilla erkundet Guido Kunze die lange und leider oft auch sehr blutige Geschichte des Kakao-Handels in Europa. Über Valencia und Barcelona, Narbonne und Sete ist Montpellier das nächste Ziel.

Dort ist am französischen Forschungszentrum für Landwirtschaft ein Treffen Clair Lanaud geplant. Die Genetikerin hat 2010 zusammen mit ihrem Team das Genom des Kakaobaums entschlüsselt. Nächster Stopp ist dann Monaco. Nach dem Fürstentum mit Thüringer Wurzeln heißen die letzten Etappen Schweiz und Deutschland. Die Reise endet für Guido Kunze in Erfurt.

Auf der Krämerbrücke übergibt er die Kakao-Bohnen an Alex Kühn. Bei Goldhelm werden sie schonend geröstet und zu Schokolade verarbeitet. Nur eine Zutat darf noch dazu: Roh-Rohrzucker. Noch ein schwungvolles Ausstreichen per Hand und voilà – die Schokolade ist fertig.

Einen großen Teil wird die Kakao-Tour von einem Kamera-Team begleitet. Aus seinem Material soll ein Schul-Film entstehen, der jungen Leuten den langen Weg der Schokolade erklärt. Mit allem, was dazu gehört: beste Bohnen und großes Handwerk, fair gehandelt und mit Rücksicht auf die Natur nach Europa gebracht.