Auf der Insel-Plantage / Tag 3 & 4

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Den heutigen Tag kann man wohl den Tag der Kakaoplantagen nennen, denn Alex und Guido haben gleich drei sehr unterschiedliche besucht. Mitten im Amazonas –Gebiet, im Urwald Ecuadors waren sie unterwegs, um die Facettenreiche Kakaoproduktion zu erkunden.

Ihre erste Station war das „Centro de Captación Agroecológico Arajuno“ in Pastaza, wo sie die Kakaozucht von der Saat bis hin zur Ernte angucken konnten. In 4 Gewächshäusern züchten Laura und David Kakaopflanzen. Die Samen müssen in einer bestimmten Ausrichtung gepflanzt werden, damit sie keimen. Nach ein paar Monaten können die kleinen Kakaopflanzen dann veredelt werden. Wenn die Schnittstelle der Veredlung verheilt ist und die Pflanze groß genug ist, wird sie dann aus dem Gewächshaus nach draußen verpflanzt. Hier wartet sie dann auf ihren neuen Besitzer. Das „Centro“ züchtet die Kakaosorte CCN51 (Collection Castro Naranjal, Reihe 51), sie ist eine Untersorte des Forastero-Kakaos, die für den industriellen Markt entwickelt wurde. Sie ist zwar besonders ertragreich, aber dafür auch weniger aromatisch. Leider bedroht die Vermehrung der CCN51 zunehmend die heimische Kakaosorte „Nacional“.

Die kommt uns daher nicht in die Tüte oder besser aufs Fahrrad… Denn Alex und Guido suchen weiter nach feineren Bohnen, wie der „Fino de Aroma“.

Zur nächsten Plantage geht es nur mit einem motorisierten Kanu, denn sie liegt auf einer Insel im Napon-Fluss. Ein kleines Kakao-Paradies, denn die Plantage von Don Cesars verkörpert die Tradition des Kakaos in Ecuador. Auf seiner Plantage werden seit Generationen Trinitario, Nacional und Fino de Aroma angebaut. Don Ceasar ist auf dieser Insel geboren und großgeworden, genauso wie seine acht Kinder. Auch sie nehmen jeden Tag das Kanu, um zur Schule zu kommen, aber das ist für sie ganz normal.

 

Nach einem Rundgang über seine Plantage lädt er Alex und Guido zu sich nach Hause ein, um weiteres zu besprechen. Sie sind überzeugt von Don Cesar und seiner Plantage und nehmen daher den ersten Kakao mit. Guido verstaut die ersten 25kg Kakaobohnen in seinen extra dafür angefertigten Satteltaschen. Dieser Kakao kommt mit nach Deutschland, um die erste Ecuador Goldhelm Abenteuer Schokolade zu werden….

Mittlerweile hat es sich in der Region rumgesprochen, dass wir unterwegs sind. Alex und Guido machen einen Zwischenstopp auf einer weiteren Kakao-Plantage in der Nähe von Tena. Hier wird eine andere Kakaosorte gezüchtet, die sogenannte „Super-Arbol“, der Super-Baum. Der Plantagen-Inhaber und ehemalige Bürgermeister von Tena erzählt stolz, dass diese Pflanze die Zukunft sein wird, da ihre Rentabilität ist viel größer, weil der Baum das ganze Jahr geerntet werden kann.

Aber für uns zählt nur eins – Qualität vor Quantität.

Die letzte Station dieses Tages im wunderschönen Dschungelgebiet ist wohl auch die schönste für Guido und Alex – Ein Besuch in der gemischten Klasse der Dorf-Schule „Galo Plaza“. Von 15 Schülern und ihrer Lehrerin wurde das Team herzlich in Empfang genommen. Nach einer kurzen Vorstellungs-Runde, wurden durch Unterstützung des Teams und mit Hilfe der Kinder, 10 Bäume für das regional Wiederaufforstung-Projekt gepflanzt.

Ein wirklich aufregender Tag mit vielen Eindrücken und den ersten Kakaobohnen geht zu Ende.