Kolumbianischer Kakao / Tag 11

Veröffentlicht in: Blog | 0

In strömenden Regen geht es von der Kaffee Finka in Calarca weiter zum eigentlichen Zielnach Nilo. Die Finka war sehr interessant, da auch der Eigentümer Schokolade macht, zusammen mit einem Kolumbianischen Künstler. Aber seine Schokolade gibt es ausschließlich in Kombination mit Kaffee.

Auf dem Weg nach Nilo musste Guido über einen Pass30 km bergauf ging es und insgesamt 2000 Höhenmeter musste er überwinden. Dagegen ist das Stilfser Joch in den italienischen Alpen eine Kaffeefahrt 😉 Am steilsten war es im letzten Drittel, aber dafür wartete nach dem Pass eine wunderschöne bergab Tour, bei der Guido einfach die Autos und LKWs überholen konnte.

In Nilo angekommen ging es über einen Pfad dann aber wieder straff bergauf, zur Kakao-Plantage. Der Weg war so steil, dass der Bus vom Filmteam nicht vorwärts kam und das Gepäck in einen Jeep vom Besitzer der Kakao Finka umgeladen werden musste. Mit dem Rad ging es aber sehr gut und das Team freute sich sichtlich über die kleine Jeep-Tour.

An der Finka angekommen waren sie sehr erstaunt, was der Bauer hier geschaffen hat. Hinter einem militärischen Sperrgebiet hat der ehemalige ITler auf 90ha einen Mischkulturen-Anbau von Kakao, Mangos, Papayas, Bananen und vielem mehr gestartet.

Schon lange beschäftigte er sich mit Ökologie und Nachhaltigkeit bis er zu dem Entschluss kam, Bauer zu werden. Die Idee steckte andere an, sodass im näheren Umfeld weitere Finkas entstanden, die nach seinem Vorbild und mit seiner Hilfe Kakao anbauenalles ganz ohne Chemie und Monokultur.

Es sind Familienbetriebe mit wenig Angestellten, der auch selber Schokolade herstellt. Da es kleine Betriebe sind, werden auch keine großen Mengen hergestellt. Zwei Sorten entstehen auf der Finka. Eine Dunkle Schokolade mit 90% Kakaoanteil und 10% Zucker aus frisch gepressten Zuckerrohr und eine weiter mit 100% Kakaoanteil.

Die Familie ist sehr nett und wie immer wurde Guido mit einer Herzlichkeit empfangen, die ihres Gleichen sucht. Ihm geht es gut, nur seine Beine sind von den Mücken etwas zerstochen. Je näher er der Küste kommt, desto wärmer wird es auch, was das Radfahren in diesen Höhen nicht unbedingt einfacher macht. Auch der Verkehr nimmt Richtung Bogota zu. Daher wird der warme Regen gleich genutztHeute ist Rad- und Wäsche-Waschtag angesagt.

Weitere Bilder und was Guido noch auf der Kakao Plantage erlebt hat, gibt es ganz bald.